Monats-Archiv: März 2020

Erlöschen der Betriebserlaubnis bei nachträglichen Veränderungen am Fahrzeug

Bei nachträglichen Veränderungen eines Fahrzeugs erlischt die Betriebserlaubnis nur, wenn durch die Veränderung (z. B. Verwendung nicht zugelassener Felgen) nach Prüfung für den konkreten Einzelfall durch die vorgenommene Veränderung einer Gefährung anderer Verkehrsteilnehmer zu erwarten ist, was durch Behörden und Gerichte entsprechend zu ermitteln ist. Ob es sich bei einer solchen Veränderung um einen zum Rücktritt berechtigenden Sachmangel im Rahmen eines Kaufvertrags handelt oder um eine unerhebliche Pflichtverletzung entsprechend § 323 V S. 2 BGB ist auch unter Berücksichtigung der Voraussetzungen des § 19 II S. 2 Nr. 2 StVZO zu beurteilen.

BGH, Urteil v. 11. Dezember 2019, Az. VIII ZR 361/18

Notarielle Tätigkeit findet uneingeschränkt statt

Unsere Tätigkeit findet auch in notariellen Angelegenheiten im Hinblick auf die gesetzliche Amtsgewährungspflicht uneingeschränkt statt. Wir bitten im Hinblick auf die im öffentlichen Interesse erbetene Reduzierung von Sozialkontakten allerdings primär um Kontaktaufnahme über Telefon, Fax, email oder Post. Hiervon unberührt bleibt selbstverständlich die Durchführung von Beurkundungsterminen mit Anwesenheit der Beteiligten und des Notars. Allerdings bitten wir darum, dass aus Anlass der momentanen Situation nur die Urkundsbeteiligten teilnehmen und selbstverständlich alle Hygieneregeln einzuhalten sind. Sollten Krankheitssymptome vorliegen bitten wir unbedingt um vorherige Kontaktaufnahme, um ggf. das Beurkundungsverfahren entsprechend anzupassen.

Erreichbarkeit per email und Telefon

Aus gegebenem Anlass und im Hinblick auf die Empfehlungen der Bundes- und Landesregierung soziale Kontakte auf das Nötige zu reduzieren (. siehe auch EILMELDUNG! Gerichtstermine in Schleswig-Holstein bis 19.04.2020 sollen aufgehoben werden bitten wir im Interesse unserer Mandanten und Mitarbeiter darum, dass Besucher und Mandanten, die Grippe- oder Erkältungssymptome aufweisen, ausschließlich telefonisch, per email oder über die WebAkte Kontakt mit uns aufnehmen, bei bestehenden Mandaten übermitteln wir gerne die Daten für den Mandanten-Login. Wir bitten auch ansonsten, persönlichen Kontakt – soweit nicht erforderlich – zu vermeiden und stehen gerne über alle Kommunikationsmittel zur Verfügung, nach vorheriger Absprache steht auch ein Chat oder Videochat zur Verfügung.

Es liegt hier keinerlei Infektion vor; diese Maßnahmen sollen lediglich die Bemühungen zur Reduzierung der Ausbreitungsgeschwindigkeit des Corona-Virus unterstützen und dazu beitragen, weitere Verschärfungen der Situation zu verhindern.

Wir bitten daher um Verständnis; selbstverständlich werden Ihre Angelegenheiten uneingeschränkt weiterbearbeitet; wir sind auch weiterhin für Sie erreichbar.

Neuregelung der StVO, Fahrverbot droht schon ab 21 km/h Überschreitung

Durch die bereits beschlossene, allerdings aktuell noch nicht in Kraft getretene Novellierung der StVO (Bekantmachung im Bundesgesetzblatt steht noch aus) werden sich u. a. einige praxisrelevante Änderungen im Bereich der Sanktionen für Geschwindigkeitsübertretungen ergeben. Besonders relevant dürften dabei die Änderungen der Grenzen sein, ab denen Fahrverbote und Punkte im Fahreignungsregister drohen. Allen Verkehrsteilnehmern wird daher noch größere Achtsamkeit empfohlen.

Während bisher innerorts ein Fahrverbot erst ab einer Überschreitung um 31 km/h oder mehr, außerorts bei 41 km/h oder mehr drohte oder dann, wenn innerhalb eines Jahres zwei Überschreitungen um 26 km/h oder mehr begangen wurden, werden künftig im Regelfall Fahrverbote bereits ab 21 km/h Überschreitung innerorts und 26 km/h außerorts verhängt werden; damit wird die o. a. Regelung für mehrmalige Verstöße innerhalb eines Jahres obsolet. Die Eintragung eines Punktes im Fahreignungsregister wird künftig bereits ab einer Überschreitung um 16 km/h oder mehr erfolgen, das gilt sowohl inner- als auch außerorts. Zugleich werden die Bußgelder, auch in anderen Bereichen, teilweise deutlich angehoben.