Monats-Archiv: November 2021

Kanzlei wegen Bauarbeiten am 24.11.2021 geschlossen

Unsere Büroräume bleiben am 24. November 2021 ganztätig wegen abschließender baulicher Arbeiten geschlossen. Telefonisch, per Fax und email können Sie uns Nachrichten übermitteln, allerdings werden diese erst mit Verzögerung beantwortet werden können. Wir bitten um Verständnis für etwa dadurch entstehende Unannehmlichkeiten, ein geordneter Kanzleibetrieb in unseren Räumlichkeiten kann an diesem Tag jedoch nicht gewährleistet werden.

Ab dem 25. November 2021 sind wir dann wieder uneingeschränkt erreichbar und auch unsere Büroräume wie gewohnt zugänglich.

Verkehrsunfall und nun?

Ein Verkehrsunfall ist ein zwar alltägliches, für die Beteiligten jedoch ungewöhnliches Ereignis. Meist sind die Beteiligten unerfahren und unsicher, was zu tun ist. Daher ist zu empfehlen, den Rat eines Fachanwalts für Verkehrsrecht in Anspruch zu nehmen. Das gilt erst recht, wenn neben Fragen der Schadenregulierung auch ein Ermittlungsverfahren wegen einer Ordnungswidrigkeit oder sogar Straftat eingeleitet wurde.

Der Haftpflichtversicherer des Unfallgegner ist – auch wenn er sich so bezeichnen sollte – nicht der Partner des Geschädigten sondern der Gegner. Die Interessen sind gegenläufig, der Geschädigte möchte seinen Schaden vollständig ersetzt erhalten. Der Versicherer möchte möglich wenig zahlen. Im Gegensatz zum Geschädigten sind die Mitarbeiter des Versicherers entsprechend ausgebildet und tagtäglich mit der Abwehr von Ansprüchen befasst. Waffengleichheit bekommt der Geschädigte nur mit der Hilfe eines Verkehrsrechtsanwalts (Fachanwalt für Verkehrsrecht). Die dafür entstehenden Kosten sind Teil des Schadenersatzanspruchs des Geschädigten. Er kann diese Kosten also im Rahmen der Haftung des Haftpflichtversicherers ganz oder teilweise ersetzt verlangen, auch dabei hilft ihm der Verkehrsrechtsanwalt. Warum die Inanspruchnahme eines Verkehrsrechtsanwalts umgehend nach einem Unfall erforderlich ist, wird im Einzelnen auch auf der Homepage der Verkehrsanwälte dargestellt.

Nicht selten wird nach einem Verkehrsunfall auch ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts einer Ordnungswidrigkeit oder einer Straftat eingeleitet. Z. B. besteht auch bei nur leichten Verletzungen eines Unfallbeteiligten regelmäßig der Verdacht einer fahrlässigen Körperverletzung. Der Verkehrsrechtsanwalt wird dem Betroffenen oder Beschuldigten verteidigen und für die Wahrung seiner Rechte sorgen. Unbedingt zu empfehlen ist, gegenüber den Ermittlungsbehörden keine Angaben zu machen, bevor Rücksprache mit einem Verkehrsrechtsanwalt gehalten wurde. Nur so lässt sich vermeiden, dass u. u. gut gemeinte, aber letztlich sich negativ auswirkende Angaben gemacht werden.

Weitere Informationen:

Hinweise und Formulare für die Bearbeitung eines Verkehrsunfalls

Homepage der Verkehrsanwälte (Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht im DAV)

BGH zu Verjährung und Restschadenersatz in Dieselfällen

Der Bundesgerichtshof wird am 10. Februar 2022 erneut zur Verjährung und zum Restschadenersatz in mehreren Dieselfällen entscheiden. Dabei wird es zum einen erneut um die Frage des Verjährungsbeginns gehen. Zum anderen wird der BGH auch über den Anspruch auf Restschadenersatz aus § 852 BGB entscheiden. Für einen Anspruch auf Restschadenersatz gilt die längere Verjährungsfrist von 10 Jahren. Dementsprechend kann ein Schadenersatzanspruch noch durchsetzbar sein, wenn die dreijährige Regelverjährung für Ansprüche aus §§ 826, 823 BGB bereits eingetreten ist. Die Vorinstanzen haben Restschadenersatz abgelehnt, da der Hersteller bei gebrauchten Fahrzeugen nichts auf Kosten der Klagpartei erlangt habe.

Pressemitteilung des BGH Nr. 205/2021 vom 08.11.2021

Siehe auch:

Urteil des LG Kiel gegen die Volkswagen AG zur Rückabwicklung eines vom sogenannten „Dieselskandals“ betroffenen PKW

Dieselskandal bei Fahrzeugen der Audi AG mit Motortyp EA189

Entscheidung des Bundesgerichtshofs zur Verjährung in „Dieselfällen“

Entscheidung des BGH zu Schadenersatz wegen von VW verwendeter Abschalteinrichtung („Dieselfälle“)